casa rosa, montejaque, spanien, 2005
projektname casa rosa
bauherr privat
jahr 2005
standort motejaque
programm erweiterung, umbau und renovierung
grundstücksfläche 420m²
wohnfläche vorher 100m² nachher 225m²
bruttorauminhalt vorher 355m³ nachher 915m³
Veröffentlicht in “Die besten Einfamilienhäuser”, Callwey 2007
Ort
Wie die Ränge eines Amphitheaters ziehen sich die engen Gassen der einstigen arabischen Siedlung an den schroffen Berghängen entlang. In der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts war der alte Dorfkern verlassen, die Einheimischen weggezogen.
Eine der Ruinen war das Haus von Rosa, die darin zehn Kinder großgezogen, Hühner und Schweine gehalten hatte. Wir passten mit den Arbeitern aus dem Ort Rosas Haus an die Bedürfnisse der neuen Bewohner an: ein Kind statt zehn, Bücher statt Geflügel, dafür Raum und Ausblicke, um die Adler über den Gipfeln kreisen zu sehen.
Haus
Das Haus schmiegt sich an den Hang, schwimmt mit im Meer von brau-nen Dächern und gekalkten weißen Wänden. Der große Wohnraum und das Gästehaus befinden sich hinter den Bruchsteinmauern der ehemaligen Ställe. Nach außen und Süd-Westen hin gibt man sich verschlossen, zum Patio nach Nord-Osten hin lebt man und öffnet sich. Der Mandelbaum ist Mittelpunkt und Schattenspender.
Material
Die Materialien sind schlicht: Wände aus Ziegel, Boden aus Beton, Abstellflächen aus örtlichem Kalkstein, Holz im silbergrün der Olivenbäume gestrichen.
Klima
In den heißen Sommermonaten bleiben die Klappläden geschlossen, die großen Schlitze dienen der Ventilation. Im kühlen Winter wird der Holzofen durch eine Ölheizung ergänzt. Warmwasserbereitung wird solar betrieben.