kulturachse barmen, wuppertal, 2004

anne niemann mit j. ingrisch, m. recke, c. jensen
platz- bzw. stadtraumgestaltung, 1. platz wettbewerb

 

 

 

 

 

 

 

architekten anne niemann mit j. ingrisch, m. recke, c. jensen
projektname kulturachse barmen
jahr 2004
standort wuppertal


kulturachse barmen

die wupper als durchgängiges element in der stadt wird genutzt.
die ufer werden erweitert, ausgebaut, begehbar gemacht.
es entsteht ein fließender raum, eine zusammenhängende bewegungszone für fußgänger, radfahrer, skater...
querverbindungen schließen die wichtigen kulturellen und verkehrstechnischen einrichtungen an. ein kulturelles ensemble wird lesbar, eine kulturachse begehbar.



entlang der wupper entsteht ein neuer stadtraum.
die städtebauliche situation und das angebot verändern sich kontinuierlich und ergeben somit eine erlebnisreiche strecke für den passanten.
in regelmäßigen abständen entstehen platzähnliche aufweitungen, die möglichkeiten für kunstdarbietungen, informationsvermittlungen und spiele eröffnen.
die bisher größte barriere der strecke, die kreuzung steinweg / fischertal und b7, wird durch einen unterirdischen weg - entlang der wupper – umgangen.
unmittelbar angrenzend wird die schwebebahnhaltestelle alter markt mit einem versenkten platz neu inszeniert.

die wupper bekommt eine neue bedeutung in der stadt und wird aus unterschiedlichen perspektiven erlebt: von stegen und terrassen aus als blauer mäander, als freigelegtes volumen auf dem versenkten platz am alten markt, und natürlich von oben aus der schwebebahn. in der unterführung betrachtet man durch glasscheiben den lebensraum wupper wie in einem aquarium.


schwebebahnhaltestelle alter markt

der bewegungsraum entlang der wupper öffnet sich am alten markt zu einem geschwungenen platz. abgeschieden vom autoverkehr, ist dieser dynamische ort knotenpunkt für fußläufige verbindungen. von hier aus werden strategisch wichtige stellen wie oper, bahnhof und platz „alter markt“ mit teilweise schon vorhandenen unterführungen erschlossen. durch die absenkung des platzes und durch deckendurchbrüche zum untergeschoss wird der eindruck einer tatsächlich schwebenden, über der wupper hängenden haltestelle vermittelt. die kulturachse ist durch treppenanlagen und lifte angebunden.


städtischer park am geschwister-scholl-platz

an der höhne zwischen rolingswerth und geschwister-scholl-platz weitet sich der wupperraum zu einem urbanen, lang gestreckten park. geschwungene terrassen laden zum spazieren gehen ein, kiesstrände und rasenflächen bieten viel platz für sport und spiel. die in die stützmauern eingelassenen leuchtröhren spenden licht und erhöhen die dynamik des ortes. die gegenüberliegende ufermauer dient als projektionsfläche für filme oder lichtinstallationen.
das haus der jugend als weiterer kultureller ankerpunkt wird über einen platz erreicht, der sich bis über die strasse erstreckt. rathausplatz und fußgängerzone sind ebenfalls über querverbindungen mit der uferzone verknüpft.


historisches zentrum, oper, bahnhof

das herzstück der kulturachse mit historischem zentrum, oper und bahnhof wird durch ergänzende bauten neu gefasst. das haus der stadtgeschichte wird um ein gebäude an der wittensteinstrasse ergänzt, das neue stadtarchiv mit literaturcafé gibt dem engelshaus ein gegenüber, dazwischen erstreckt sich der umgestaltete engelspark.
eine leichte trassenkorrigierung der b7 schafft raum für einen großzügigen opernvorplatz.
durch die verschiebung und neuordnung des busbahnhofs entsteht ein verkehrsberuhigter bahnhofsplatz, dessen attraktivität durch cafés und shops bereichert wird. die zu- und abfahrten vom busbahnhof erfolgen grundsätzlich über winkler-, stresemann- und ibachstraße. nur busse mit erforderlichem anschluss an die wittenbachstraße überqueren den bahnhofsplatz.